Neue Lehrgänge und Trainings online

Mit der Lockerung der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Einschränkungen im Pferdesport haben wir neue Lehrgänge und Trainings veröffentlicht.

Ab sofort sind Samstags wieder Spring- und Stangenstunden mit Corinna Winter terminiert. Zudem haben wir am 20./21. Juni 2020 einen weiteren Springlehrgang mit Michael Fischer geplant.

Alle Informationen über die verschiedenen Veranstaltungen sind auf unserer Veranstaltungsseite oder auf unserer Facebook-Seite abrufbar:

Wir weisen darauf hin, dass trotz der Lockerungen im Sportbetrieb die im Land Hessen angeordneten Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin Gültigkeit haben.

Sperrung Zufahrtsstraße

Am Dienstag den 21.04.2020 und Mittwoch den 22.04.2020 wird unsere Zufahrtsstraße zwischen Autobahnunterführung A3 und Abbiegung zum Bahnübergang neu geteert und ist somit nicht befahrbar.
Auf dem nachfolgenden Plan ist der gesperrte Teil rot markiert. Es stehen zwei Alternative Routen zur Auswahl. Diese sind blau markiert.

Anfahrtsalternative 1:
Von Weiskirchen kommend über die Hauptstraße die A3 in Richtung Kläranlage überfahren, am Tennisverein links abbiegen und die nächste Kreuzung recht in Richtung Birkenhof. Achtung: Der Weg ist ab Birkenhof unbefestigt.

Anfahrtsalternative 2:
Von der L3117 kurz nach/vor der Unterführung der Autobahn A3 abbiegen, den Bahnübergang queren und bis zur sonst üblichen Anfahrtsroute weiterfahren.

FN-Info: Jahresturnierlizenz: Kurz erklärt

Jetzt Lizenz für 2020 beantragen und Turnierpferde eintragen lassen

Warendorf (fn-press). Mit dem neuen Jahr beginnt auch die neue Turniersaison. Reiter können jetzt unter nennung-online.de ihre Jahresturnierlizenz für 2020 beantragen, sich fortschreiben lassen oder den Verein wechseln. Auch Pferde können dort als Turnierpferde eingetragen oder fortgeschrieben werden. Alle wichtigen Infos zur Jahresturnierlizenz und Turnierpferdeeintragung kurz zusammengefasst:

Wieso brauchen Reiter eine Jahresturnierlizenz?

Mit Hilfe der Jahresturnierlizenz dokumentiert die FN erbrachte Qualifikationen wie Reitabzeichen und Erfolge und ordnen sie einer bestimmten Person zu. So überprüft die FN auch, auf welchem Niveau ein Turnierteilnehmer starten möchte und ob er tatsächlich nur in den Prüfungen antritt, für die er aufgrund seiner Qualifikation und Erfolge zugelassen ist. Die Jahresturnierlizenz ist die rechtliche Verbindung zwischen Pferdesportler und Verband. Mit dem Antrag auf eine Jahresturnierlizenz und der jährlichen Fortschreibung akzeptieren die Turnierteilnehmer das Regelwerk und die Aufgabenhefte. Damit gelten für jeden Turnierteilnehmer die gleichen Regeln. Das sorgt für Chancengleichheit.

Was kostet eine Jahresturnierlizenz?

Wer in Leistungsprüfungen gemäß LPO starten möchte, muss eine Schnupperlizenz oder Jahresturnierlizenz beantragen und Mitglied in einem Verein sein. Bei der Erstausstellung einer Jahresturnierlizenz sowie ihrer Fortschreibung sind die Kosten gestaffelt nach der Leistungsklasse der Reiter. Reiter mit höheren Leistungsklassen zahlen mehr, so wird der Einstieg in den Turniersport in den niedrigeren Leistungsklassen erleichtert. Hinter jeder Jahresturnierlizenz steckt Personalaufwand: Wer eine Lizenz beantragt, hat einen Ansprechpartner bei der FN und wird beraten. Dies ist in den Gebühren enthalten. Für den Start auf internationalen Turnieren benötigen Reiter, Fahrer und Voltigierer sowie Pferde zusätzlich eine FEI-Registrierung, die beantragt und ausgestellt werden kann.

Hier geht’s zur Gebührenordnung der FN:
https://www.pferd-aktuell.de/shop/index.php/cat/c106_Verband.html

Wieso müssen auch Pferde für Turniere eingetragen werden?

Nicht nur der Reiter, Fahrer oder Voltigierer sondern auch das Pferd muss Bedingungen erfüllen, um zum Turniersport zugelassen zu werden. Für jeden Turnierstart gilt: Das Pferd muss einen gültigen Pferdepass besitzen. Diesen erhält es in der Regel vom jeweiligen Zuchtverband. Wenn ein Pferd als Turnierpferd eingetragen wird, werden die Daten von den Zuchtverbänden an uns übermittelt. Wir kontrollieren und verschlüsseln die Daten. Sobald ein Pferd in Leistungsprüfungen gemäß LPO an den Start geht, muss es im Turnierpferderegister eingetragen sein. Die Eintragung als Turnierpferd ist notwendig, damit die Ergebnisse dem jeweiligen Pferd zugeordnet werden können. Die FN überprüft zum Beispiel, in welchen und in wie vielen Prüfungen ein Pferd an einem Wochenende starten soll, und ob es dafür aufgrund seines Alters überhaupt startberechtigt ist. Das dient dem Tierschutz und gewährleistet einen fairen Pferdesport. Ist das Pferd einmal als Turnierpferd eingetragen und soll dies auch bleiben, braucht es in den nächsten Jahren nur noch fortgeschrieben zu werden.

Mehr Infos zu Jahresturnierlizenz und Turnierpferdeeintragung gibt es hier

Hier geht’s direkt zu nennung-online.de

Pferdegesundheit: Informationen zum West-Nil-Virus

Das West-Nil-Virus ist ein Erreger der ursprünglich aus Afrika stammt. Er wird durch Stechmücken übertragen und befällt Vögel, Katzen, Pferde und Menschen. In den letzten Jahren wurde das Virus bei Vögeln und Pferden in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen. Im Jahr 2019 gab es den ersten nachgewiesenen Fall einer in Deutschland erworbenen West-Nil-Virus-Infektion beim Menschen.

Das Vorkommen bei Vögeln oder Pferden ist in Deutschland eine anzeigepflichtige Tierseuche. Seit 2016 ist, nach Paragraf 7 des deutschen Infektionsschutzgesetzes, der direkte oder indirekte Erregernachweis beim Menschen an das Gesundheitsamt namentlich meldepflichtig, wenn der Nachweis auf eine akute Infektion hindeutet.

Infektion beim Menschen

Eine Infektion mit dem West-Nil-Erreger verläuft in 75-80% der Fälle “stumm”, d.h. ohne erkennbare Krankheitssymptome. Bei milden Formen treten grippeähnliche Symptome auf wie:

    • Fieber
    • Schüttelfrost
    • Kopfschmerzen
    • Rückenschmerzen
    • Übelkeit/Erbrechen
    • Lymphknotenschwellungen

Bei 50% der leichten Fälle tritt ein Hautausschlag am Rumpf auf.

Bei 1% der Erkrankten kommt es zum schweren Verlauf mit einer HIrnhautentzündung (Meningitis) oder Hirnhautentzündung (Enzephalitis).
Symptome sind:

    • hohes Fieber
    • Kopfschmerzen/Nackensteifheit
    • Lähmungen
    • Krampfanfälle
    • Seh- & Hörstörungen

50% der Patienten mit einer Ezephalitis behalten Spätschäden zurück, die auch Herz, udn Leber betreffen können. Bei 15-40% dieser Patienten verläuft die Krankheit tödlich. Eine Schutzimpfung für Menschen existiert bisher nicht.

West-Nil-Virus (Bildnachweis: US Centers for Disease Control and Prevention)

West-Nil-Virus-Infektion beim Pferd

Auch beim Pferd verlaufen 75-80% der Infektionen stumm.
Ein leichter Verlauf zeigt sich auch hier als fiebrige Allgemeinerkrankung. Bei einem schweren Verlauf kommt es zu starken neurologischen Symptomen wie vermehrtes Stolpern, Hinterhandlähmungen, Muskelzittern und Festliegen. 22-44% dieser schweren Verläufe enden tödlich.

Seit 2019 rät die ständige Impfkommission Verterinärmedizin am Friedrich-Löffler-Institut, Pferdebestände in den betroffenen Gebieten zu impfen.

Durch die vermehrten warmen Winter wird in Zukunft eine weitere Verbreitung des Virus erwartet, deshalb wird langfristig eine flächendeckende Impfung in Deutschland angestrebt.

Es existieren derzeit drei inaktive Impfsoffe für Pferde, die alle gut verträglich sind. Ab einem Alter von 6 Monaten kann jedes Pferd geimpft werden, auch tragende oder laktierende Stuten.

Die Grundimunisierung besteht aus zwei Injektionen im Abstand von 4-6 Wochen, wobei der Schutz bereits 3 Wochen nach der ersten Injektion aufgebaut wird. Danach ist eine jährliche Auffrischung erforderlich.

Mögliche Nebenwirkungen wären eine lokale Schwellung an der Injektionsstelle, eine Temperaturerhöhung für ein bis zwei Tage kann ebenfalls vorkommen.

Dass die Impfung wirkt zeigt sich am Beispiel der USA und Kanadas. Dort hatte sich das Virus 1999 bis 2002 landesweit ausgebreitet. In dieser Zeit stieg die Zahl der Erkrankungen bei Pferden auf über 15.000 Fälle. Seit din den USA flächendeckend geimpft wird, hat sich die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen auf 300 reduziert.

Aktion “Sammelimpftermin

Unser Vereinsmitglied Sabine Seegers hat sich freundlicherweise bereit erklärt, für interessierte Pferdebesitzer einen Sammelimpftermin zu organisieren, um die Kosten und den Organisationsaufwand niedrig zu halten. Interessierte Pferdebesitzer können sich noch bis zum Sonntag den 12.01.2020 in die Liste am Schwarzen Brett an der Reithalle eintragen.

Weitergehende Informationen

Mini-Webinar zum Thema West-Nil-Virus freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch Dr. Kai Kreling (http://www.pferdegesundheitonline.de)

Wikipedia-Artikel:

West-Nil-Virus

West Nil Fieber